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Neues Förderprogramm zur Rußpartikelfilter Nachrüstung ab 01. Februar 2015

Partikelfilter 2015

Die Luft soll sauberer werden: Wer sein Auto mit einem Rußpartikelfilter nachrüstet, bekommt ab 1. Februar 2015 vom Staat wieder einen Zuschuss. Allerdings müssen Besitzer von Diesel-Fahrzeugen schnell sein.
Nun also doch: Die Bundesregierung will den nachträglichen Einbau von Rußpartikelfiltern in ältere Diesel-Fahrzeugen wieder fördern. Das zumindest sieht der am 14. November vom Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossene Haushaltsplan für 2015 vor. Demnach stehen ab 2015 wieder30 Millionen Euro für den staatlichen Zuschuss für die Nachrüstung mit Rußpartikelfiltern zur Verfügung.

Aufgrund der guten Resonanz in den Jahren 2012 und 2013 hatte sich das Kfz-Gewerbe intensiv für eine Aufstockung des Fördertopfes stark gemacht. Auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßte derweil den Plan, die Förderung wieder aufzunehmen. „Das drohende Vertragsverletzungsverfahren der EU wegen Nichteinhaltung der Luftqualitätsrichtlinie scheint Wirkung zu zeigen“, sagte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Es ist erfreulich, dass eine fraktionsübergreifende ‚Große Koalition für saubere Luft‘ nach einem Jahr Stillstand in der Luftreinhaltung erkannt hat, dass akuter Handlungsbedarf besteht,“ so Resch weiter.

Warum einen Filter nachrüsten?

Ziel ist es, durch die subventionierten Filter, den Feinstaub-Ausstoß der Fahrzeuge zu reduzieren und so die Luftqualitätsrichtlinie der Europäischen Union einzuhalten. Denn laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) bestehen in vielen Ballungsgebieten in Deutschland weiterhin Probleme, die von der EU festgelegten Grenzwerte einzuhalten.
Ältere Diesel-Fahrzeuge, die nachträglich einen Rußpartikelfilter erhalten, werden dadurch einer besseren Schadstoffgruppe zugeordnet. Sie bestimmt die Farbe der Umweltplakette, die festlegt, welche Autos in die Umweltzonen der Städte fahren dürfen.

Wo kann ich einen Rußpartikelfilter nachrüsten lassen?

Ein Partikelfilter kann in allen Werkstätten nachträglich eingebaut werden, die berechtigt sind, Abgasuntersuchungen (AU) durchzuführen. Die Werkstätten bestätigen die Umrüstung mit einer Abnahmebescheinigung. Gefördert werden Filternachrüstungen, die in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 eingebaut werden.

Wie viel kostet eine Nachrüstung?

Die Kosten der Rußpartikelfilter-Nachrüstun liegen nach Angaben des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe je nach Fahrzeug zwischen zirka 650 und zirka 1.500 Euro inklusive Einbau. Ein Partikelfilter kann in allen Werkstätten nachträglich eingebaut werden, die berechtigt sind, Abgasuntersuchungen (AU) durchzuführen.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Die Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern wird 2015 von der Bundesregierung mit 260 Euro pro Fahrzeug gefördert.

Wo beantrage ich den Zuschuss?

Wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mitteilt, können die Anträge ab 1. Februar 2015 über die Webseite des Bundesamts gestellt werden.

Und so einfach erhalten Sie den Zuschuss:

  1. Dieselfahrzeug mit einem Partikelminderungssystem nachrüsten.
  2. Nachrüstung durch die ausführende Fachwerkstatt oder einen Sachverständigen bescheinigen lassen.
  3. Technische Verbesserung und insbesondere das Datum der Nachrüstung von der zuständigen Zulassungsstelle in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) eintragen lassen.
  4. Über das Online-Formular die Antragsdaten eingeben und an das BAFA übermitteln, anschließend das Antragsformular ausdrucken, unterschreiben und mit einer Kopie des neuen Fahrzeugscheins per Post an das BAFA senden.
  5. Nach der Bearbeitung des Antrags werden die 260 Euro direkt auf das angegebene Konto überwiesen.

 

Das Online-Antragsformular sowie eine Übersicht über die noch zur Verfügung stehenden Fördermittel finden Sie ab dem 1. Februar 2015 auf der Internetseite der BAFA.
Bitte beachten Sie, dass die Antragstellung erst ab dem 1. Februar 2015 möglich ist.
Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zum Förderprogramm.

Bisherige Förderung

Bereits bis Mai 2013 hatten Fahrzeugeigentümer zunächst 330 und später 260 Euro vom Staat bekommen, wenn sie ihr Fahrzeug mit einem Rußpartikelfilter nachrüsteten und beim Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen entsprechenden Antrag stellten. Bezuschusst wurden Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Mitte 2013 war die Förderung ausgelaufen, da die Gelder aus dem Topf aufgebraucht waren. Laut BAFA waren bis dahin mehr als 150.000 Anträge eingegangen.

Bis wann muss ich die staatliche Förderung beantragen?

Dass beim letzten Mal der Fördertopf bereits im Sommer 2013 leer war, zeige die gute Resonanz der Initiative, äußerte sich der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK). Der Verband habe sich daher seitdem für eine Aufstockung eingesetzt. Wie lange die veranschlagten 30 Millionen Euro dieses Mal reichen, ist noch nicht absehbar. Mit dem Geld seien rund 115.000 Nachrüstungen möglich.

Steuerliche Aspekte der Nachrüstung

Erhöhen die Nachrüstungskosten den Bruttolistenpreis bei Ermittlung des Betrags für die Privatnutzung eines Betriebs-Pkws?

Nein. Denn bei der Ermittlung des Privatanteils nach der 1-Prozent-Regelung gilt stets der inländische Bruttolistenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung des Pkws. Und da im Zeitpunkt der Erstzulassung nach kein Rußpartikelfilter vorhanden war, erhöht sich der Bruttolistenpreis für die 1-Prozent-Regelung nicht.

Wie muss der Zuschuss von 260 Euro verbucht werden, den mein Handwerksbetrieb als Förderung für Nachrüstung eines Dieselfahrzeugs mit einem Rußpartikelfilter erhalte?

Solche staatlichen Zuschüsse mindern den Betriebsausgabenabzug für die Nachrüstung. Kostet die Nachrüstung 1.500 Euro und Sie erhalten den Zuschuss von 260 Euro, dürfen nur 1.240 Euro Betriebsausgaben abgezogen werden. Alternativ ziehen Sie die vollen 1.500 Euro ab und weisen den Zuschuss als Betriebseinnahme aus.

Tipp: Eine vergleichbare Auswirkung auf den Betriebsausgabenabzug wie diese staatliche Förderung haben auch Cash-Back-Aktionen von Groß- und Einzelhändlern. Wer sich beispielsweise einen neuen Drucker kauft, 1.000 Euro bezahlt und danach einen Scheck über 500 Euro zurückbekommt, darf ebenfalls nur 500 Euro als Betriebsausgabe im Rahmen der Abschreibung verbuchen.

 

Quelle: deutsche Handwerker Zeitung

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